Österreichische Osterpinzen selbst gemacht

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Osterpinzen sind in Österreich zu Ostern Pflicht
Osterpinzen dürfen, wie der Name bereits sagt, in vielen österreichischen Regionen zu Ostern nicht fehlen. Da sie ursprünglich aus dem Veneto und Friaul stammen, liegt das Zentrum der Osterpinzen heute in den südlichen Bundesländern Österreichs, also in der Steiermark und in Kärnten. Man findet sie aber auch im Salzburger Land und in Teilen Oberösterreichs.

Traditionelle Osterjause
Obwohl die Osterpinze ein leicht süßliches Gebäck ist, wird sie an den Osterfeiertagen als Beilage zum Osterfleisch gegessen. So wird die Pinze mit Selchfleisch, verschiedenen Würsten, Merettich (Kren) und hartgekochten Eiern, den Ostereiern, kombiniert. Wem diese Kombination zu seltsam erscheint, kann sie aber auch mit Butter und/oder Marmelade zum Kaffee am Nachmittag oder am Morgen essen.
Als traditionelle Speise zu Ostern werden Osterpinzen bereits in der Zeit vor Ostern gebacken. In der Steiermark sind sie fester Bestandteil des Korbes für die "Fleischweihe", die am Karsamstag um die Mittagszeit stattfindet. Deshalb müssen sie spätestens zu diesem Traditionstermin fertig sein.

Osterpinzen selbst backen
Da Osterpinzen außerhalb der Kernländer nur schwer zu bekommen sind, empfiehlt es sich, sie selbst zu backen. Die Basis dafür ist ein Hefeteig (Germteig). Den typischen Geschmack bekommen die Pinzen durch die Zugabe von Anis. Ob Zitronenabrieb auch in die Osterpinzen gehört, scheidet die Geister. Ebenso, ob der Anis kurz angeröstet oder angemörsert werden soll oder nicht. Auch kann der Anis in Weißwein (z.B. Muskateller Weißburgunder, Riesling) oder in Milch am Vortag eingelegt werden. Viele Rezepte empfehlen zudem, den Anis abzuseihen bevor die Milch bzw. der Weißwein in die Teigmasse kommt. Andere Varianten wiederum geben die Samen direkt in den Teig.
Etwas außerhalb der Tradition ist die Würzung mit Fenchelsamen. Diese sind jedoch für Alle, die Anis nicht so gern mögen, eine gute Alternative.

Der Teig
Ob Sie den Teig mit oder ohne Dampfl machen, bleibt Ihnen überlassen. In der Regel wird jedoch eine Masse empfohlen, die reich an Eidottern und Butter ist. Es ist aber auch erlaubt, Ihren normalen Hefeteig für die Osterpinzen zu verwenden.

Die Form
Damit die Osterpinzen ihre typische Form bekommen, formen Sie aus dem fertigen Teig Kugeln von etwa 200 bis 500 Gramm, je nach Teigmenge und Anzahl der Pinzen. Danach wird jede Kugel dreimal mit einer sauberen Schere eingeschnitten. Damit jeder Schnitt gelingt, tauchen Sie die Schere zwischendurch in kaltes Wasser. Mit Ei bestrichen, backen die Pinzen am besten bei 180 Grad Umluft, je nach Größe zwischen 15 bis 30 Minuten.

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