Das ideale Winterquartier für Igel

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Igel schützen im Herbst: So bauen Sie das perfekte Winterquartier!
Schon Mitte Oktober beginnen viele Igel sich nach einem geeigneten Winterquartier umzusehen aber leider machen ihnen die mangelnden Unterschlupfmöglichkeiten zunehmend das Leben schwer. Wo sich die stacheligen Tiere am wohlsten fühlen und wie Sie ein tolles Winterquartier in Ihrem Garten einrichten können, erfahren Sie in den folgenden Zeilen.

Den Igeln Zugang zum Garten gewähren
Für die kleinen, stacheligen Winterschläfer sind Gärten ein wichtiger Lebensraum, denn sie sind als Insektenfresser natürlich ständig auf der Suche nach Spinnen, Würmern, Schnecken und anderer Nahrung. Daher fühlen sich die kleinen Gesellen am wohlsten in einem naturbelassenen Garten, in dem viele heimische Büsche, Pflanzen, Bäume und Sträucher sowie ungemähte Rasenflächen vorzufinden sind.
Da ein Igel nicht selten auch weite Strecken zurücklegt und auf seiner Nahrungssuche große Gebiete durchstreift, braucht er natürlich freien Zugang zum Garten. Daher sollten in Mauern und Zäunen Öffnungen vorzufinden sein, damit die kleinen Wildtiere hindurch schlüpfen können. Lattenzäune und Hecken sind ideal, denn hier wird den Igeln an jeder Stelle Zugang zum Gartengrundstück gewährt. Eher ungeeignet sind Drahtzäune, denn hierin können sich die Tiere leicht verfangen.

Winterquartier bauen & einrichten
Wenn Sie den Tieren etwas besonders Gutes tun möchten, können Sie Ihnen im Herbst einen artgerechten Unterschlupf bereitstellen, in dem die Igel ihren Winterschlaf halten können. Ein dichter Laubhaufen eignet sich dafür ebenso gut, wie ein Holzstapel in einer entlegenen Ecke im Garten. Auch Hecken, Reisighaufen, Steinhaufen, Gartenhäuschen, Baumstümpfe, Komposthaufen oder Gebüsch nutzen die stacheligen Gesellen gerne als Unterschlupf für den Winter.

Wenn Sie möchten, können Sie auch ein zusätzliches Igelhäuschen aufstellen. Ein solches Quartier können Sie entweder im Handel erwerben, oder es mit einfachen Mitteln selbst bauen. Hierzu genügt schon eine auf den Kopf gestellte Obstkiste oder ein Blumentopf als Behausung, die innen etwas mit trockenem Laub oder Stroh gefüllt ist. Das Tier wird sich darin einnisten und - von kurzen Unterbrechungen abgesehen - bis in den März hinein durchschlafen.

Aufgepasst:
Bei Gartenarbeiten im Herbst sollten Sie unbedingt auf bereits bestehende Igel-Quartiere achten. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie mit dem Laubsauger, dem Mäher oder der Motorsense arbeiten.

Womit sollte man füttern?
Die kleinen Gesellen können mit Katzenfutter aus der Dose gefüttert werden, dass im Idealfall noch mit speziellem Igel-Trockenfutter vermischt ist. Auch Eier und gebratenes, ungewürztes Rinderhackfleisch eignen sich als Nahrungsquellen. Ist der kleine Kerl etwas mager auf den Rippen, freut er sich zwischendurch auch über ein Stück Avocado oder Banane. Um den nötigen Winterspeck anzusetzen, sind diese beiden Obstsorten genau das richtige - auch wenn sie ansonsten eher nicht der gewohnten Igelnahrung entsprechen.

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Kommentare zu Das ideale Winterquartier für Igel

Insgesamt 1 Kommentar vorhanden


Kommentar von GoldSaver
19.10.2018 11:53 Uhr

Igel sind wirklich wunderschöne Tiere, doch leider auch schon gefaährdet. Wenn so ein Igel über die Straße wandert, geht das selten gut aus. Ich finde es gut, wenn sich Menschen für Igel (und andere Wildtiere) einsetzen.