Fruchtmumien im Garten entfernen

Kategorien: Garten Bäume Sträucher

Fruchtmumien im Garten erkennen, entfernen und einem erneuten Befall vorbeugen
Vertrocknete, schrumpelige und teils auch mit einem Pilzrasen versehene Früchte, zeigen Fruchtfäule an. Die Fruchtmumien sind nach der Ernte im Herbst an den laublosen Steinobstbäumen am besten zu sehen. Sie sollten frühzeitig entfernt werden, denn nur so kann ein erneuter Befall in der nächsten Gartensaison verhindert werden.

Pilzsporen als Ursache
Fruchtmumien stehen für einen Befall mit Pilzsporen, der wissenschaftliche Name lautet Monilinia, der meist kurz nach der Blüte beginnt. Es sind die Sporen der Spitzendürre und der Fruchtfäule, die den Bäumen zusetzen. Auch der Apfelschorf-Erreger und die Erreger der Zwetschgen-Narrentaschenkrankheit können überwintern. Die Früchte färben sich braun und es kommt zur Bildung von weißen oder braunen Pilzpolstern, die sich immer weiter ausbreiten. Fruchtmumien bleiben am Baum zurück. Betroffen sind insbesondere Apfel- und Birnbäume sowie Pflaumen- und Kirschbäume. Das Problem ist im Obstanbau weit verbreitet. Ist die Fruchthaut einmal verletzt, greift die Fäulnis schnell auf die gesamte Frucht über.

Fruchtmumien entfernen und sicher entsorgen

Entdecken Sie im Garten Fruchtmumien, sollten Sie diese unbedingt entfernen und in die Mülltonne geben. Denn verbleiben diese am Baum, werden im nächsten Frühjahr wieder Sporen freigesetzt und durch den Wind verbreitet. Blätter, Blüten und Früchte werden in der nächsten Gartensaison erneut infiziert. Auf den Kompost gehören die Schrumpelfrüchte nicht, da dies eine weitere Ausbreitung im Garten möglich machen würde. Auch die Pflanzenteile an denen vertrocknetes und schimmliges Obst war, sollten vorsichtshalber bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten und entsorgt werden. Die beste Gelegenheit dafür ist der ohnehin anstehende Baumschnitt. Sie können die Schrumpelfrüchte mit der Hand abziehen oder den Zweig samt Früchten entfernen. Kontrollieren Sie auch die Bäume in der Nachbarschaft!

Vorbeugende Maßnahmen
Unterstützen Sie Ihre Obstbäume mit einem ausgewogenen Dünger! Ein gutes Pflanzenstärkungsmittel erhöht die Widerstandsfähigkeit. Schützen Sie außerdem die Früchte vor Verletzungen, die Eintrittspforte für Krankheitserreger sein können. Ein Vogelschutznetz leistet gute Dienste. Bei starkem und immer wiederkehrendem Befall können Sie den Einsatz eines Pflanzenschutzmittels in Erwägung ziehen. Erkundigen Sie sich vorab, welche Mittel geeignet und zugelassen sind. Zukünftig sollten Sie darauf achten, Bäume an sonnige und luftige Standorte in Ihrem Garten zu pflanzen. Eine gute Durchlüftung lässt die Bäume nach dem Regen schneller abtrocknen. Das erschwert eine Pilzinfektion. Aus diesem Grund sollten zu dichte Baumkronen ausgelichtet werden. Noch besser ist es, auf resistente Obstbaumsorten oder solche, die wenig anfällig sind zurückzugreifen. Sie verringern beim Kauf eines solchen Baumes deutlich das Risiko eines Pilzbefalls.

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