Silberfischchen im Haus - was tun?

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Silberfischchen im Haus - was tun?
Hilfreiche Maßnahmen gegen Silberfische. Wenige Silberfische sind kein Grund, sich zu sorgen. Sie schaden der Gesundheit nicht, werden aber in hoher Anzahl als problematisch angesehen. Insbesondere im Badezimmer oder der Küche sind diese häufig zu finden, da diese eine warme und feuchte Umgebung lieben. Mit geeigneten Maßnahmen können Sie die Insekten loswerden, bevor sie zur Plage werden! In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen wie.

Was sind Silberfische?
Silberfische - der wissenschaftliche Name lautet Lepisma saccharina - sind kleine flügelose Insekten. Sie leben seit mindestens 300 Millionen Jahren auf unserer Erde. Ihr Körper wird ungefähr einen Zentimeter lang. Die nach der dritten Häutung auftretenden Panzerschuppen, glänzen silbrig und trugen zur Namensgebung bei. Silberfischchen verfügen über Tastfühler und berührungsempfindliche Schwanzanhänge. Die Lebenserwartung dieser Tierchen liegt bei bis zu acht Jahren. Meist sind sie in den Abend- und Nachtstunden zu sehen. Wenn das Licht angeschaltet wird, huschen sie flink davon und wecken so die Aufmerksamkeit. Sie verbergen sich am Tag hinter Fußleisten, losen Tapeten, in dunklen Ritzen, in Fliesenrissen, kaputten Fugen, im Mauerwerk oder in Rohren.

Mögliche Gründe für einen Befall
Ein unzureichend gelüftetes Bad, ein warmer Keller, der Waschraum sowie der Boden unter dem Kühlschrank sind ideale Orte für die kleinen Insekten. Dort herrschen angenehme Temperaturen, eine hohe Luftfeuchtigkeit und zudem sind an diesen Orten viele dunkle Ecken zum Verstecken vorzufinden. Die Tiere ernähren sich von Hautschüppchen, Haaren, Hausstaubmilben und Schimmelpilzen. Auf dem Boden finden sie genügend Nahrung. Notfalls fressen sie auch Tapeten, das Papier von Büchern und Leinenstoff. Stärke- und zuckerhaltige Lebensmitteln sind vor Ihnen auch nicht sicher. Sie sind zudem in der Lage, sogar längere Hungerphasen zu überstehen. Silberfischchen zeigen also an, wo es im Haus Feuchtigkeit und möglicherweise Schimmel gibt. Treten sie trotz ausreichender Belüftung auf, kann es sein, dass etwas mit der Bausubstanz nicht stimmt. Insbesondere Altbauten, mit unzureichender Dämmung und alten Wasserleitungen, sind gefährdet. Bei einer Temperatur zwischen 25 und 30 Grad Celsius und einer hohen Luftfeuchtigkeit zwischen 80 bis 90 Prozent, vermehren sich die Tiere schnell. Deshalb sollten Sie vorbeugende Maßnahmen ergreifen und bereits einen leichten Befall als Warnsignal einstufen.

Maßnahmen gegen Silberfische
Als Fressfeinde kommen nur Ohrwürmer und Spinnen infrage. Allerdings sind diese Tiere in Haushalten auch nicht gern gesehen. Besser ist es deshalb, die Lebensbedingungen für die nachtaktiven Insekten möglichst unattraktiv zu gestalten. Lüften Sie die betreffenden Räume gut und heizen Sie in der kalten Jahreszeit angemessen. Beobachten Sie wenn nötig, die Luftfeuchte und die Temperatur mit einem entsprechenden Messgerät. Lässt sich die Luftfeuchtigkeit schlecht senken, können Sie einen Raumentfeuchter aufstellen. Nahrungsquellen lassen sich durch gründliches Staubsaugen und feuchtes Staubwischen beseitigen. Ritzen und undichte Stellen, die als Schlupflöcher dienen könnten, sollten versiegelt werden. Reinigen Sie die Ausgüsse im Haus regelmäßig gründlich, denn auch durch diese können die Silberfische in Ihr zu Hause gelangen.

Erfolgreich mit Ködern und Fallen
Eine Falle für Silberfische lässt sich ganz einfach aus Papierstreifen, die dick mit Honig oder Sirup bestrichen wurden, herstellen. Die Insekten bleiben bei ihrer Nahrungssuche daran kleben und können ganz eibfach entsorgt werden. Sehr hilfreich kann auch ein feuchter Lappen sein, welcher mit etwas geriebenen Kartoffeln oder Kartoffelstärke in einer Ecke ausgelegt wurde. Dieser kann später einfach ausgeschüttelt werden. Eine weitere Möglichkeit sind Glasfallen. Verwenden Sie ein herkömmliches Glas und füllen Sie es mit einigen Löffeln Haferflocken! Damit die Silberfischchen hineinkommen, müssen Sie das Glas mit Kreppband umwickeln oder ein Stöckchen schräg anlegen. Heraus kommen die Tiere jedoch nicht, da sie innen am Glas keinen Halt finden. Setzen Sie die gefangenen Insekten dann in einiger Entfernung vom Haus in der Natur aus. Für alle, die nicht selbst aktiv werden wollen, hält der Handel entsprechende Köder und Fallen bereit. Diese arbeiten mit einem Lockstoff und sind äußerst wirkungsvoll. Stellen Sie Köderdosen wiederholt nachts auf, da die Tiere in dieser Zeit sehr aktiv sind und sich auf Nahrungssuche begeben.

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