Garten bewässern im Spätsommer

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Pflanzen durch richtiges Wässern im Spätsommer auf den Winter vorbereiten
Wasser ist für Pflanzen eine Lebensgrundlage. Vielen unbekannt ist hingegen, dass durch falsches Bewässern den Pflanzen sogar geschadet werden kann. Besonders heikel ist die Zeit im Spätsommer, wo Obst und Gemüse reif oder Pflanzen bereits die Blühanlagen für das nächste Jahr bilden. Zu viel Wasser kann in dieser Zeit dazu führen, dass die Früchte nicht richtig reifen, während zu wenig Wasser die Bildung von Blühanlagen verhindert.

Angepasst wässern
Das Gießen im Garten ist durch die Suche nach dem richtigen Zeitpunkt fast schon zu einer unlösbaren Aufgabe geworden. Um zu erkennen, ob es notwendig ist die Pflanzen zu wässern oder nicht, ist es wichtig sie genau zu kennen. Kartoffeln benötigen beispielsweise im Spätsommer nur noch wenig Wasser. Zu viel Wasser führt dazu, dass die Knollen nicht vollständig ausreifen und im Winterlager rasch zu faulen beginnen. Obst sollte ebenfalls nicht zu stark gewässert werden, weil es sonst an Aroma verliert. Grundsätzlich alles, was vom Spätsommer bis Jahresende noch zu ernten ist, sollte nur mäßig gegossen werden.
Trockenstress hingegen vertragen Zierpflanzen überhaupt nicht. Sie bilden häufig bereits im Spätsommer die Knospenanlagen für das nächste Jahr und müssen regelmäßig gewässert werden. Dies gilt auch für Topfpflanzen, die in einem trockenen Sommer mindestens zwei Mal pro Tag gegossen werden müssen.

Die richtige Tageszeit
Morgens oder abends bewässern, da scheiden sich die Geister. Wo sich viele Gärtner allerdings einig sind, ist, dass die Mittagszeit die schlechteste Tageszeit zum Gießen ist. Das Wasser auf den Blättern fungiert bei direkter Sonneneinstrahlung wie ein Brennglas und beschädigt die Pflanzen. Mittags sollte daher nur im äußersten Notfall und ausschließlich bodennah gegossen werden.
Der ideale Zeitpunkt wäre früh morgens. Wenn es nicht anders möglich ist, geht auch der späte Abend. Dafür sollte sich der Boden aber bereits wieder abgekühlt haben. Durch das Wässern am Morgen sind die Pflanzen optimal für den Tag versorgt. Wird am Abend gegossen, sollte der Garten möglichst spät bewässert werden. Kaltes Gießwasser auf aufgeheizte Pflanzen wirkt wie ein Schock. Diesem Umstand lässt sich jedoch entgegenwirken, wenn sich der Boden und die Umgebung am Abend bereits wieder abgekühlt haben. Alternativ kann auch warmes Wasser - etwa aus einer Regentonne - verwendet werden.

Gießdauer
Wie lange bzw. wie viel gegossen werden muss, ist von den jeweiligen Pflanzen abhängig. Kürbisgewächse oder Salate benötigen sehr viel Wasser, während Kräuter mit weniger Feuchtigkeit auskommen. Bei manchen Kräutern, wie beispielsweise Lavendel oder Thymian, ist es meistens sogar ausreichend, alle paar Tage zu gießen. Hierbei zu beachten gilt, dass immer durchdringend gegossen wird. Das bedeutet, dass mehrere Sekunden die gleiche Stelle bewässert wird.
Ideal ist es die Gießdauer in zwei bis drei Intervalle aufzuteilen. So kann das Wasser im Boden versickern und fließt nicht einfach an der Oberfläche ab. Vor allem in Hanglagen ist das Intervall-Gießen unumgänglich.

Richtig bewässern
Ein häufiger Fehler beim Gießen ist, dass die Pflanzen im Garten falsch bewässert werden. Blüten und Blätter reagieren empfindlich auf Wasser von oben. Werden die Blüten und Blätter täglich mitgegossen, kann dies nicht nur das Wachstum bremsen, sondern bietet auch Pilzerkrankungen einen guten Nährboden.
Anstatt von oben zu gießen, sollte immer bodennah bewässert werden. So gelangt das Wasser ohne Umwege direkt dorthin, wo es hin muss. Die Verwendung von Brausen verhindert zudem, dass sich der Boden beim Gießen verdichtet, da der Wasserstrahl verteilt auftrifft.

Wassermenge reduzieren
Während im Frühsommer der Wasserbedarf der Pflanzen bis zum Hochsommer auf ein Maximum stetig steigt, muss die Menge im Spätsommer langsam reduziert werden. Das hat den Vorteil, dass sich Pflanzen in tiefere Erdschichten verwurzeln und damit bessere Bedingungen haben, den Winter unbeschadet zu überstehen. Vor allem bei mehrjährigen Kulturen, die neu angelegt wurden, sollte im Spätsommer die Menge an Wasser reduziert werden. Dies gilt auch, wenn Sie einen Rasen im Garten bewässern müssen.

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